PAIRS Project

PAIRS Pro­jekt gestartet

Mit Daten Kri­sen­si­tua­tio­nen bes­ser bewältigen

„Ver­zei­hen“ und „ruckeln“ müs­sen nicht sein

Im vori­gen Jahr sprach Jens Spahn von der Wahr­schein­lich­keit, nach der Pan­de­mie um vie­les um Ver­zei­hung bit­ten zu müs­sen. Kurz dar­auf bezeich­nete er den Start der Impf­kam­pa­gne im letz­ten Dezem­ber als ruckelnd. Zwei Äuße­run­gen, die das Dilemma von Poli­tik, Wirt­schaft und Gesell­schaft, in Kri­sen­si­tua­tio­nen schnelle Ent­schei­dun­gen tref­fen zu müs­sen, exakt auf den Punkt brach­ten. Es feh­len zuver­läs­sige Hand­lungs­emp­feh­lun­gen für bestimmte Sze­na­rien, um Kri­sen­pro­zesse sicher steu­ern zu kön­nen. Unter der Kon­sor­ti­al­füh­rung der Düs­sel­dor­fer Adva­neo GmbH star­tet jetzt ein For­schungs­pro­jekt, das die Aus­wir­kun­gen von Kri­sen­si­tua­tio­nen zu pro­gnos­ti­zie­ren ermöglicht.

Die Lösung: Daten­ge­trie­be­nes Krisenmanagement

Im Pro­jekt PAIRS (Privacy-Aware, intel­li­gent and Resi­li­ent Crisis Manage­ment) wird eine offene Daten­struk­tur ent­wi­ckelt, um mit Hilfe von KI-Hybrid-Tech­no­lo­gie in einem domä­nen­über­grei­fen­den Daten­raum sowohl das initiale Kri­sen­er­eig­nis als auch die Reak­tio­nen ver­schie­de­ner Akteure zu anti­zi­pie­ren. Um Kri­sen­ma­nage­ment effek­tiv mit künst­li­cher Intel­li­genz (KI) zu unter­stüt­zen, müs­sen die zu ent­wi­ckeln­den Anwen­dun­gen die Evo­lu­tion von Kri­sen­si­tua­tio­nen rich­tig erfas­sen. Dabei gilt es, den häu­fig vor­kom­men­den Daten­man­gel zu über­win­den und die bestehen­den Daten stän­dig auf neu­es­tem Stand zu hal­ten, und zwar unter Wah­rung von Daten­schutz und ‑sou­ve­rä­ni­tät.

PAIRS löst diese Her­aus­for­de­run­gen mit einer dezen­tra­li­sier­ten Platt­form­ar­chi­tek­tur, die den Zugriff auf eine Fülle rele­van­ter Daten zulässt und gleich­zei­tig Daten­pri­vat­heit garan­tiert. Zunächst wer­den Daten­quel­len aus Öko­sys­te­men wie der euro­päi­schen Cloud­in­fra­struk­tur GAIA‑X und wei­te­ren domä­nen­re­le­van­ten Daten­in­fra­struk­tu­ren auf­ge­baut und über offene Schnitt­stel­len inte­griert. Ein siche­rer Daten­aus­tausch wird durch die Nut­zung der Stan­dards der Inter­na­tio­nal Data Spaces (IDS) sicher­ge­stellt. In einem wei­te­ren Schritt wer­den die Nut­zer bei der Aus­wahl einer best­mög­li­chen Reak­ti­ons­stra­te­gie unter­stützt. Die aus­ge­wähl­ten Reak­ti­ons­maß­nah­men der ein­zel­nen Akteure wer­den der PAIRS-Platt­form anony­mi­siert zugespielt.

KI-Leucht­turm­pro­jekt des BMWi

Das For­schungs­pro­jekt wird als KI-Leucht­turm­pro­jekt vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) mit ca. 10 Mio. € geför­dert. Der Fokus liegt auf den Berei­chen Pro­duk­tion, Logis­tik und Sup­ply-Chain-Manage­ment sowie im Gesund­heits­we­sen und der Ener­gie­ver­sor­gung. Ziel ist, das Vor­ha­ben schnellst­mög­lich zur Markt­reife zu füh­ren, um es europa- und welt­weit ein­set­zen zu können.

Eine starke Basis

Der Adva­neo GmbH obliegt die Kon­sor­ti­al­füh­rung des For­schungs­pro­jekts, an dem zehn wei­tere Kon­sor­ti­al­part­ner betei­ligt sind: Fraun­ho­fer IPA, FIR e.V. an der RWTH Aachen, Deut­sches For­schungs­zen­trum für Künst­li­che Intel­li­genz (DFKI), Bun­des­an­stalt Tech­ni­sches Hilfs­werk (THW), Bisping Medi­zin­tech­nik GmbH, SICK AG, Tiplu GmbH, OFFIS e.V., IBM Deutsch­land GmbH, Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des – Lehr­stuhl für Rechts­in­for­ma­tik.

Alle wei­te­ren grund­le­gen­den Infor­ma­tio­nen fin­den Sie bereits in den Infor­ma­ti­ons­be­rei­chen die­ser Webseite.

Mit­ma­chen

PAIRS bie­tet Inter­es­sen­ten ein Ange­bot zur Teil­nahme und Teil­habe als Anwen­dungs­part­ner, die zugleich von bis­her vor­han­de­nen Daten und der spä­te­ren Ver­mark­tung nach Abschluss des Pro­jek­tes pro­fi­tie­ren können.

Kon­tak­tie­ren Sie uns gerne für wei­tere Infor­ma­tio­nen — zum Bei­spiel direkt über unser Kon­takt­for­mu­lar.

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